ES WAR EINMAL IN HEIDELBERG Wohnen an einem Ort mit Geschichte

Heidelbergs Geschichte reicht bis in die Zeit der Römer und Kelten zurück. Im 13. Jahrhundert entstand das weltberühmte Schloss, die Universität Heidelberg wurde 1386 gegründet und ist damit die älteste Hochschule der Bundesrepublik Deutschland. Heute leben rund 150.000 Menschen in Heidelberg, darunter viele Familien sowie Akademikerinnen und Akademiker.

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MARK TWAIN IN HEIDELBERG

Mark Twain (1835 - 1910), der US-amerikanischer Erzähler und Satiriker, verbrachte von Mai bis Juli 1878 einige Wochen in Heidelberg. Während seines Aufenthalts führten ihn viele Spaziergänge durch die Wälder rings um Heidelberg. Hier hatten es ihm vor allem die Heidelbeeren (engl.: huckleberry) angetan. Mark Twains berühmte Figur des "Huckleberry Finn" erinnert daher auch heute noch ein Stück an seine große Liebe zu Heidelberg.

Auf das Jahr 1937 datiert der Bau der Großdeutschland-Kaserne im Süden Heidelbergs, die ihren Namen mit der Eingliederung Österreichs an das Deutsche Reich im Jahr 1938 erhielt. Die Kaserne beherbergte nach ihrer Fertigstellung den Regimentsstab des 110. Infanterieregiments, das Erste Bataillon inklusive dem Bataillonsstab sowie zwei Regimentsunterstützungskompanien. Am Karfreitag, dem 30. März 1945 marschierten US-Truppen in Heidelberg ein und konnten die Stadt kampflos einnehmen. Die Großdeutschland-Kaserne wurde zuerst zum Hauptquartier der Sechsten Armeegruppe umfunktioniert, bevor sie in der unmittelbaren Nachkriegszeit die Hauptquartiere diverser US-Truppenteile beherbergte.

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Das „Mark Twain Village“ bot 708 Wohnungen für die US-Soldaten und ihre Angehörigen. Einige Teile, die etwas abseits der eigentlichen Siedlung liegen, wurden bereits 2006 zurückgegeben. Im Jahr 2012 folgte die Rückgabe des östlich der Römerstraße liegenden Teils des Wohngebiets (Mark Twain Village Ost) sowie ein Teilbereich am Sickingen Platz.

Auf den 1. Januar 2016 datiert die Übergabe des Geländes des Mark Twain Village an die MTV Bauen und Wohnen. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 320 Millionen Euro wird die Wohnsiedlung einer zivilen Nutzung zugeführt, werden Bestandsgebäude saniert und Wohnbaufelder erschlossen und bebaut. Es entstehen circa 114.000 Quadratmeter Wohn- und Gewerbefläche und bis zu 1.300 Wohneinheiten – Miet- und Eigentumswohnungen der unterschiedlichsten Größen und Preisklassen. Ziel ist es, ein modernes, lebendiges, urbanes Quartier zu schaffen, mit viel Grün und einem Bürgerpark, attraktiven öffentlichen Nutzungen, Einzelhandel, Kultur, Sportmöglichkeiten und Bildungseinrichtungen.

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